Reiterey, die

Reiterey, die

Die Reiterēy, plur. inus. 1) Die Art und Weise zu reiten, oder des Reitens. Das war eine elende Reiterey. 2) Als ein Collectivum und in der letzten engsten Bedeutung des Wortes Reiter, die sämmtlichen Soldaten zu Pferde, bey einem Kriegsheere oder einzelnen Haufen desselben, wo es auch von den leicht bewaffneten Soldaten dieser Art gebraucht wird. Die leichte Reiterey, im Gegensatze der schweren. Die Reiterey auf die Dörfer verlegen. Der Plural ist im Hochdeutschen ungewöhnlich, ob er gleich bey dem Opitz vorkommt: Laß kommen Pharaon mit seinen Reutereyen. Willeram gebraucht dafür Reithgesinde, Fronsberg aber Reiterschaft.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • Cavallerīe, die — Die Cavallerīe, plur. inus. aus dem Französ. Cavallerie, und Ital. Cavalleria, ein Collectivum, reitende Soldaten auszudrucken; die Reiterey. Die leichte Cavallerie, wozu die Dragoner und Husaren gerechnet werden. Die schwere Cavallerie, welche… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Kappe, die — Die Kappe, plur. die n, Diminut. das Käppchen, Oberd. das Käpplein, ein altes Wort, welches in seiner weitesten Bedeutung, die Bedeckung, die äußerste Bekleidung einer Sache bezeichnet. 1. Überhaupt, wo es schon im Hebr. כבה und noch jetzt im… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Compagnīe, die — Die Compagnīe, (sprich Companīe, dreysylbig,) plur. die n, (viersylbig,) aus dem Franz. Compagnie. 1) Die Zusammenkunft zweyer oder meherer, sich zu unterhalten, und zu belustigen, und dergleichen Personen selbst; in beyden Fällen nur im gemeinen …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Fahne, die — Die Fahne, plur. die n, Diminut. das Fähnchen, Oberd. Fähnlein. 1. * Ein Tuch, Gewebe, eine Windel, eine Binde, in welchem Verstande Fano bey den ältern Alemanischen Schriftstellern oft vorkommt. In einigen Gegenden ist es in demselben noch jetzt …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Schweinsfeder, die — Die Schweinsfêder, plur. die n, im Scherze, die Schweinsborsten. Das Fangeisen der Jäger, welches ein starker Spieß ist, die wilden Schweine daran auflaufen zu lassen, wird gleichfalls die Schweinsfeder, ingleichen der Sauspieß, der Schweinsspieß …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Standarte, die — Die Standárte, plur. die n, ein nur im Kriegswesen übliches Wort, wo die bey der Reiterey üblichen kleinen Fahnen noch Standarten genannt werden. Daher der Standartenschuh, die Scheide den untern Theil der Standarte im Tragen darein zu stecken,… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Schwadrone, die — Die Schwadrōne, plur. die n, aus dem Italiänischen Squadrone, Franz. Escadron, ein Haufe unter einem Rittmeister stehender Reiter oder Soldaten zu Pferde. Die Schwadrone ist bey der Reiterey das, was bey dem Fußvolke die Compagnie ist; indessen… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Leib-Compagnie, die — Die Lēib Compagnīe, plur. die n, bey den Armeen, diejenige Compagnie eines Regimentes, welche unmittelbar unter dem Chef des Regimentes stehet, deren Hauptmann der Chef selbst ist. Eine solche Escadron oder Schwadrone bey der Reiterey wird eine… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Reiterfahne, die — Die Reiterfahne, plur. die n, eine Fahne, so wie sie bey der Reiterey üblich ist, und welche am häufigsten die Standarte genannt wird, S. dieses Wort …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Brigade, die — Die Brigāde, plur. die n, ein aus dem Französischen Kriegeswesen entlehntes Wort, einen abgetheilten Haufen der Armee zu bezeichnen. Bey dem Fußvolke bestehet eine Brigade aus drey bis sechs Bataillons, bey der Reiterey aber aus vier bis acht… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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