Sprudeln

Sprudeln

Sprudeln, verb. regul. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert. Es ist eine unmittelbare Onomatopöie, 1. eines heftig aufwallenden flüssigen Körpers, er werde nun durch die Hitze, oder durch seinen eigenen Druck (wie bey einem hervor quellenden Wasser) in Bewegung gesetzt. Sanfte Entzückungen sprudeln aus jeder Quelle, Geßn. Ihr gleicht dem siedenden Wasser, das von zu vieler Hitze aufsprudelt. Wie schön sind die Quellen, wenn sie aus Klippen sprudeln, und dann durch blumige Wiesen sich schlängeln. 2. Eine Bewegung mit dem Munde machen, welche diesen Laut nachahmet, und mit einem Ausspützen verbundenen ist; z.B. wenn man etwas mit Widerwillen und einem sprudelnden Laut aus dem Munde wirft.


Voll Begierde biß er zu;

Hänschen, o was sprudelst du!

Weiße.


Figürlich ist sprudeln, im gemeinen Leben, sich zu etwas ungeberdig stellen. So auch das Sprudeln.

Anm. Der Form nach ist dieses Zeitwort ein Iterativum von sprühen, so wie spritzen das Intensivum davon ist. Unser brudeln, prudeln, und das Nieders. pruddeln, aufwallen, anfangen zu sieden, sind nur durch den Mangel des Zischlautes davon unterschieden.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • sprudeln — sprudeln …   Deutsch Wörterbuch

  • Sprudeln — Sprudeln, 1) das Bewegen heftig aufwallender Flüssigkeiten; 2) vom Wasser, so v.w. hervorquellen; 3) von Menschen, den Mund schüttelnd bewegen u. dabei einen eignen Ton hervorbringen, um dadurch Unwillen od. Mißvergnügen zu erkennen zu geben; 4)… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • sprudeln — Vsw std. (17. Jh.) Stammwort. Weiterbildung zu sprühen, vgl. brodeln. Konkretum: Sprudel. deutsch s. sprühen …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • sprudeln — sprudeln: Das seit Ende des 17. Jh.s bezeugte hochd. Verb bedeutet »heftig aufwallen« (von kochendem Wasser, Quellen und dgl.), übertragen auch »schnell, überhastet reden«. Es ist wohl unter Einwirkung von landsch. prudeln »brodeln« aus ↑ sprühen …   Das Herkunftswörterbuch

  • sprudeln — V. (Mittelstufe) schäumend aus etw. strömen Beispiel: Das Blut sprudelt aus der Wunde …   Extremes Deutsch

  • sprudeln — zischen; blubbern * * * spru|deln [ ʃpru:dl̩n]: 1. <itr.; ist wallend und schäumend hervorströmen, sich irgendwohin ergießen: der Bach sprudelt über das Geröll; eine Quelle sprudelte aus dem Felsen. Syn.: ↑ fließen, ↑ rinnen, ↑ schießen, ↑ …   Universal-Lexikon

  • sprudeln — 1. sich ergießen, [heraus]fließen, herausquellen, [heraus]schießen, [heraus]spritzen, heraussprudeln, [heraus]strömen, hervorquellen, hervorsprudeln, hervorströmen, schäumen; (geh.): springen. 2. a) aufwallen, Blasen werfen, brodeln, wallen; (ugs …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • sprudeln — spru̲·deln; sprudelte, hat / ist gesprudelt; [Vi] 1 etwas sprudelt (hat); etwas sprudelt irgendwohin (ist) eine Flüssigkeit bewegt sich so, dass es Bläschen oder Schaum gibt <ein Bach, eine Quelle; Limonade, Sekt, kochendes Wasser>:… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • sprudeln — sprudele …   Kölsch Dialekt Lexikon

  • sprudeln — spru|deln (österreichisch auch für quirlen); ich sprud[e]le …   Die deutsche Rechtschreibung

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