Teufe, die

Teufe, die

Die Teufe, plur. die -n, ein von Tiefe bloß in der Mundart verschiedenes Wort, welches noch im Bergbaue gäng und gäbe ist, wo es überall für Tiefe gebraucht wird. Die Erbteufe, Erzteufe u.s.f. Eine allzu große Teufe macht die Gebäude schwerhältig. Es ist in dieser Gestalt nicht bloß den Bergleuten eigen, sondern auch in einigen gemeinen Mundarten üblich. Bey dem Notker lautet es Doufi.


Die Ströme gehn mit stürmender Gewalt,

Und reissen mich hinunter in die Täuffen,

Opitz Ps. 69.


Daher sie von den Bergleuten nur aus einer andern Mundart beybehalten worden.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • Teufe — ist die bergmännische Bezeichnung für die Tiefe.[1] Die Teufe gibt an, wie tief ein Punkt unter Tage unter einem definierten Referenzpunkt auf der Oberfläche liegt.[2] Der senkrechte Abstand zwischen zwei Punkten, also die vertikale Teufe wurde… …   Deutsch Wikipedia

  • Teufe — Teufe, im Bergwesen soviel wie Tiefe, daher Seigerteufe, senkrechte Tiefe; flache T., Abstand zwischen zwei untereinander liegenden Punkten auf einer flachen schiefen Ebene; ewige T., die unbeschränkte Ausdehnung einer Bergbauberechtigung in die… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Teufe — (Bergw.), s.v.w. Tiefe, auf welche ein Stollen, Schacht niedergebracht worden; ewige (unendliche) T., die unbegrenzte Tiefe der Flöze und Gänge …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Teufe — Tiefe * * * Teu|fe 〈f. 19; Bgb.〉 Tiefe * * * Teufe,   bergmännisch für die Tiefe (eines Schachtes, einer Bohrung). Teufen ist das Herstellen eines Schachtes (Schachtabteufen).   * * * Teu|fe, die; , n [spätmhd. teuf(fe), zu ↑ …   Universal-Lexikon

  • Teufe — Teu|fe, die; , n (Bergmannssprache Tiefe) …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Ewige Teufe — Ewige Teufe, die Teufe, bis wie weit man in Grubengebäuden einen Gang fortbringen kann, es mag so weit geschehen, wie es will, wenn er sich nur bauwürdig zeigt …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Seigerteufe, die — Die Seigerteufe, plur. die n, im Bergabue, die seigere, d.i. senkrechte, Teufe oder Tiefe. Auch an einem rechtwinkeligen Triangel pflegen die Markscheider die Perpendiculär Linie, die Seigerteufe zu nennen. S. Teufe …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Tiefe, die — Die Tiefe, plur. die n. 1. Als ein Abstractum und ohne Plural, außer von mehrern Arten, oder von dieser Beschaffenheit in mehrern Individuis, die Eigenschaft eines Dinges, da es tief, d.i. unter der angenommenen oder gewöhnlichen Horizontal Linie …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Hangekluft, die — Die Hangekluft, oder Hängekluft, plur. die klüfte, im Bergbaue, Klüfte, welche nicht in die Teufe oder Tiefe, sondern vom Tage in das Liegende oder Hangende fallen, und daher auch Tageklüfte, Tagegehänge genannt werden …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Tagewirkung, die — Die Tagewirkung, plur. die en, im Bergbaue, Arbeit, welche am Tage, oder über der Erde geschiehet. Es gibt Tagewirkungen, sagt man daselbst, wenn das Erz nahe am Tage liegt und in keine große Teufe setzt …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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